07.09.2015, 15:29 Uhr von

„Windows 10 stört die Privatsphäre”

Mit dem neuen Windows 10 greift Microsoft empfindlich in die Privatsphäre seiner Nutzer ein.
Unter dem Aspekt der Programmverbesserung sammelt Windows 10 in der Standardeinstellung jede Menge vertraulicher Daten. So werden unter anderem Aufnahme und Übermittlung von Sprache, Tastendruck-Rhythmus, aktueller und ehemaliger Standort des Nutzers und sämtliche Internet-Daten einschließlich besuchter Webseiten vom Rechner des Benutzers an die Microsoft-Server zur Analyse und weiteren Verwendung übermittelt. Dazu kommt das automatische Verbinden mit offenen Internet-Hotspots. Alle diese Optionen sind standardmäßig eingeschaltet, wie auch die Funktion, die Apps von Drittanbietern Zugriff auf den Namen und das Bild des Nutzers und weitere Daten gibt.
Dadurch ergeben sich nicht nur Sicherheitsrisiken für den betroffenen Rechner. Es werden nach deutschem und europäischem Standard auch die Persönlichkeitsrechte des Benutzers verletzt. Er muss nämlich jetzt der Datensammlung widersprechen, wo er oder sie eigentlich aktiv zustimmen müsste.

Es bleibt dem Einzelnen nur, sich mit den ensprechenden Optionen in Windows 10 auseinanderzusetzen oder auf ein anspruchsvolleres Betriebssystem wie Linux zu wechseln.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 05.August 2015