07.10.2015, 12:16 Uhr von

„EuGH kassiert Safe Harbor-Abkommen”

Mit seiner Entscheidung, dass personenbezogene Daten auf Servern in den USA nicht ausreichend geschützt sind, hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) das sogenannte Safe Harbor-Abkommen mit den USA für ungültig erklärt. Mit diesem Abkommen war es europäischen Firmen bisher möglich, personenbezogene Daten auch in den USA zu halten.
Zum einen bestätigt das die Einschätzung vieler europäischer Datenschützer, die es nicht zuletzt seit der NSA-Affäre um Edward Snowden für bedenklich hielten, Daten an Server in den USA auszulagern. Zum anderen hat das weitreichende Konsequenzen für alle Unternehmen, die dem Bundesdatenschutzgesetzt (BDSG)  unterliegen und die bisher diese Server nutzten.
Mit dem Urteil des EuGH sind nun alle Unternehmen verpflichtet, Ihre Datenhaltungsstrukturen zu überprüfen und gegebenenfalls ihre Daten beziehungsweise die Daten ihrer Mitarbeiter und Kunden wieder nach Europa zurückzuholen.
Bei Fragen dazu, wenden Sie sich bitte an uns.