18.11.2013, 11:12 Uhr von

„BYOD – nicht ungeschützt!”

Bring Your Own Device oder kurz “BYOD” erlaubt es Mitarbeitern, Ihr eigenes Mobilgerät wie Smartphone, Tablet oder Notebook im Netz ihrer Firma zu nutzen.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Man kann seine geschäftlichen und privaten Termine in einer Sicht verwalten und unterwegs oder im Home-Office auf dem Laufenden bleiben, ohne mehrere Geräte mitführen zu müssen. Das Ganze ist jedoch nicht unproblematisch. Zum einen stört es die Work-Life-Balance, wenn ich auch im privaten Bereich mit beruflichen Dingen konfrontiert werde. Daneben kann es ein Sicherheitsrisiko für die Firma bedeuten, wenn private Geräte nicht ausreichend gegen Schadprogramme geschützt sind und es keine regelmäßige Datensicherung gibt.

Die meisten Applikationen für Smartphones und Tablets greifen direkt auf die darauf gespeicherten Kontakt- und Nutzungsdaten zu. Das kann zum einen die schützenswerten Geheimnisse der Firma betreffen. Zum anderen können auch Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen verletzt werden. Einen Schutz gegen unkontrollierten Zugriff bietet zum Beispiel der AppGuard der Backes SRT GmbH. Er analysiert die möglichen Zugriffe einer installierten App, gibt eine Risikoeinschätzung und kann auf Wunsch des Users unerlaubte Zugriffe verhindern. Daneben gilt es bei BYOD auch, datenschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Ist es den Mitarbeitern erlaubt, mit dem Firmen-Account Mails mit privatem Inhalt und private Termine zu verwalten, darf der Arbeitgeber deren Inhalt nicht mehr kontrollieren. Das gilt als Verletzung der Privatsphäre und verhindert z.B. die Beweisführung in Compliancefällen oder bei Nachweisen für  Gewährleistungsfälle.

In jedem Fall sind die Vor- und Nachteile von BYOD genau gegeneinander abzuwägen. Ein fundiertes Sicherheits- und Datenschutzkonzept sollte den Übergang zu diesem Verfahren in Ihrem Unternehmen begleiten.